Interview mit Olga Martin, warum ich mit Tieren arbeite

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Im Interview erzählt die Tierärztin Dr. med. vet. Olga Martin Jurado über ihre Leidenschaft zu Tieren, dass sie ihr Haustier nach einem schweren Unfall adoptiert hat und ihr Arbeitsfeld eher den exotischen Tieren angehört, aber auch den Hunden und Katzen. Über den Wandel von der wissenschaftlichen Seite zur alternativen Heilmethode im Bezug auf Tiere und deren Schwierigkeiten zwischen kritischen Patienten und der traditionellen Medizin.

 

Hier geht es zum Podcast von Dr. med. vet. Olga Martin Jurado „Lerne mich kennen“

Warum denkst du, dass heutzutage die traditionelle Medizin immer stärker durch ganzheitliche alternative Therapieformen ergänzt wird?

Weil die alternative Therapie mit Empathie und Zeit für die Patienten funktioniert. Es handelt sich um ein ganz anderes Konzept, das die Selbstheilungsprozesse unterstützt. Der Austausch und die Verbindung zwischen Patient und Therapeut ist viel stärker.

Warum haben dich persönlich die alternativen Therapieformen überzeugt?

Ich war am Anfang, wie viele, sehr skeptisch gegenüber bestimmte alternative Therapien – vor allem aufgrund meiner wissenschaftlichen Ausbildung. Ich war allerdings immer wieder mit Erfolgsgeschichten konfrontiert, und eine hat mich sehr berührt. Dann durfte ich selber eine Therapie bekommen. Diese hat mir extrem geholfen, nach der Geburt meiner Tochter wieder auf den Füssen zu stehen. Dann wusste ich, dass alternative Therapien eine grossartige Unterstützung sind.

Mit welchen Tieren hattest du bis jetzt zu tun und welches war das grösste darunter?

Als Anästhesistin durfte ich mit allen Tierarten zu tun haben; Gross- und Kleintiere sowie Exoten. Das grösste Tier, bei dem ich mitassistiert habe, war ein Nasshorn. Die kleinsten Tiere, mit denen ich gearbeitet habe, waren ein Baby- Chamäleon und eine Fledermaus.

Welche Tiere zählen zu deinen Kunden?

Ich bin besonders von Exoten fasziniert; Vögel, Reptilien, Heimtiere (Kaninchen, Meerschweinchen, Ratten, Chinchilla etc.). Selbstverständlich auch Hunde und Katzen. Pferde gehören auch zu meinen Kunden.

Was sind die häufigsten Symptome bei den Lieblingen deiner Kunden?

Was am häufigsten vorkommt, sind Schwächen nach einer Operation, Verhaltensänderungen, Begleitung während der Trächtigkeit, muskuloskeletale Probleme (Arthrose, Rücken- sowie Gelenkschmerzen etc.), Leistungsschwächen. Das waren nur einige Beispiele, die Palette ist sehr breit.

Zuvor hast du ein Studium als Tierärztin gemacht. Wie kaum es dazu?

Weil ich Gutes für die Tiere machen wollte. Aus dem gleichen Grund habe ich die Doktorarbeit sowie die klinische Spezialisierung in Anästhesie und Analgesie gemacht.

Hast du selber auch Tiere?

Ja, die kleine süsse Allfix. Sie ist eine Katze, die nach einem schweren Autounfall uns gewählt hat.

Wenn du ein Tier sein könntest, welches wäre das und warum?

Ich habe immer gedacht, ich würde gern ein Vogel sein und das Gefühl vom Fliegen spüren. Ich habe aber vor kurzem festgestellt, dass die Schildkröten von Mutter Natur aus sehr schlau aufgebaut sind- sie haben alles dabei, was sie brauchen. Daher würde ich gerne eine Mischung von beidem sein.

Welche Bedeutung haben Tiere für dich?

Ich weiss es nicht, sie sind einfach da, überall. Sie überleben in der freien Natur oder auch zusammen mit Menschen. Ich fühle mich geehrt, dass ich überhaupt etwas für sie machen darf.

Was war das Schlimmste, was du in deiner Laufbahn, in Bezug auf Tiere, erlebt hast?

Das Schwierigste war, dass ich mit den Mitteln und Wissen, was ich hatte, kritische Patienten mit traditioneller Medizin nicht weiterhelfen konnte. Selbstverständlich handelte es sich um sehr kranke Tiere, trotzdem hätte ich gerne weiterhelfen wollen.

Was wünscht du dir für die Zukunft?

Das ich mache, was mich erfüllt und mir Freude bereitet. Ich wünsche mir, glücklich zu sein und genau mit dieser positiven Energie meinen Patienten zu helfen.

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